Celle

Philipp André Brandt 2-facher Deutscher Jahrgangsmeister

Berlin: Hervorragende Ergebnisse brachten die Schwimmer aus dem Landkreis Celle von den deutschen Jahrgangsmeisterschaften mit. Erfolgreichster Teilnehmer war Philipp André Brandt vom Celler SC, der über 100 und 200m Brust erneut Doppel-Gold und somit zweifacher Deutscher Jahrgansmeister wurde. Maike Höner vom SV Nienhagen erreichte über 50m Schmetterling einen sehr guten 4. Platz im Hauptfinale und knackte den SVN-Uraltrekord von Bettina Papenburg über 100m Schmetterling. Jonas Reinhold (SVN) belegte im Jahrgangsfinale über 400m Lagen Platz 6 und schwamm zwei Bezirksrekorde über 400 und 200m Freistil.

Mehr als 1500 Athleten von den jüngsten Jahrgängen der Mehrkämpfer bis zu den Junioren waren in Berlin bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften am Start. Im Becken des Europasportparks waren an fünf Meisterschaftstagen (2.- 6. Juni) spannende Schwimmwettkämpfe mit starken Leistungen zu sehen. Die besten Schwimmerinnen und Schwimmer der Jugendjahrgänge haben sich auf diesen Saisonhöhepunkt individuell und intensiv vorbereitet. Für die Qualifikanten ging es in Berlin neben Medaillen, Titeln und Platzierungen, auch um Bestzeiten, sowie wertvolle Wettkampferfahrung in diesem erstklassigen Bereich.

 

Die sechs Qualifikanten des Celler SC waren über insgesamt 14 Vorläufe und in drei Finalläufen im Einsatz.

 

Bereits am ersten Tag zeigte Philipp André Brandt in der Schwimm- und Sprunghalle des Europasportparks sein Können auf der Strecke 100 m S (1:00,41).
In den folgenden Tagen mussten Konkurrenz, Trainer und Schwimmbegeisterte Nervenstärke beweisen. Berlin war, nicht nur wegen des anstehenden Champions League-Spiels im Ausnahmezustand! Der Brustspezialist machte die Strecke 100 m B nervenzerreißend spannend! Im Vorlauf noch auf Platz 3 (1:05,43), steigerte sich Philipp Andre´ Brandt in einem spektakulären Finale  auf eine Zeit von …….. ???. Die Anzeigetafel fiel aus. Das Auge konnte den Sieger nicht ausmachen, so knapp war das Rennen. Minutenlang schauten die Schwimmbegeisterten ungeduldig auf die elektronische Anzeigetafel.
Letztlich gab es einen seltenen Doppelsieg. Brandt und der Potsdamer Wassili Kuhn schlugen zeitgleich in einer Zeit von 1:04,19 an. Dies bedeutete neben dem Meistertitel auch einen Landesaltersklassenrekord im Jahrgang 1999.
Am letzten Tag der Meisterschaft verlangte der Schüler vom  Zuschauer ebenfalls starke Nerven. Auf 200 m Brust erreichte er im Vorlauf Platz 2 in einer Zeit von 2:23,24. Im Finale am Nachmittag zeigten die Sportler erneut einen  packenden Wettkampf, zum Schluss machte Philipp André Brandt das Rennen für sich aus, mit erneutem Landesaltersklassenrekord (2:19,15), wieder dicht gefolgt vom Potsdamer Kollegen (2:19,17).
Sebastian Brandt (1996) startete in der Gruppe der Junioren auf den Bruststrecken (50, 100+200 m), sowie auf 200 + 400 m Lagen. Auf allen Strecken konnte er seine Bestzeiten korrigieren. Im Wettkampf  400 m L war es nun an ihm die Spannung zu steigern. Im Vorlauf  schlug er in einer Zeit von 4:51,58 an und kam damit auf Platz 11. Eine Finalteilnahme schien so nicht möglich. Durch Glück konnte er nachrücken und steigerte sich im Finale außerordentlich. In einer Zeit von 4:47,36 kam er auf den 7. Platz der besten Schwimmer der Jahrgänge 1995/1996.
Carl Hapke (2000) zeigte seinen Einsatz bereits am 1. Tag dieses Schwimmevents. In einer Zeit von 0:25,64 kam er auf 50 m Freistil, in Korrektur seiner persönlichen Bestzeit, auf Platz 20.

In einem dichten Teilnehmerfeld schwamm der 14-jährige Jan Hartwich. Er griff in den Strecken 100 m B und 200 m R in das Wettkampfgeschehen, mit abschließend guten Platzierungen, ein.
Die weiblichen Teilnehmer des CSC steigerten ebenfalls ihr Potenzial und lieferten gute Leistungen. Lina Timm wurde auf der Strecke 100 m S 19. ihres Jahrganges 2001 in einer Zeit von 1:08,13. Außerdem zeigte sie der Konkurrenz auf 200 m L ihr Können. Catharina Heese, noch unerfahren in diesem Wettkampfbereich, zeigte sich  souverän auf der Strecke 50 m R. Mit Platz 19 und einer Zeit von 0:32,19 beendete sie zufrieden ihren Wettkampf.

Mit dem Wissen das Trainierte zur rechten Zeit abgerufen zu haben, sowie mit dem  Gefühl das Beste gegeben zu haben fuhren die Celler Schwimmer und Schwimmerinnen mit ihrem Trainerteam Detlef Heidenreich und Susanne Schelm zurück aus dem Trubel der Hauptstadt in das ruhige Celle.

Die sechs Qualifikanten des SV Nienhagen hatten für fünfzehn Strecken gemeldet, wobei im Wettkampfverlauf unter den besten Nachwuchsschwimmern für Maike Höner und Jonas Reinhold noch je vier Finalläufe hinzukamen.

Maike Höner, die sich in der hochrangig besetzten Juniorenwertung (97/98) auch gegen die älteren Konkurrentinnen behauptete, setzte mit dem Erreichen des Hauptfinals über 50m Schmetterling am letzten Wettkampftag das Highlight im SVN-Team. Die Sechszehnjährige toppte ihre gerade erst aufgestellte eigenen Bestzeit erneut und landete, nach Platz 5 im Juniorinnenfinale, mit 0:28,30 Minuten auf einem tollen 4. Platz. Auf der 100-er Schmetterlingstrecke gelang es Maike gleich im Vorlauf am ersten Wettkampftag den alten Vereinsrekord von Bettina Papenburg aus dem Jahr 1988 zu unterbieten und setzte die Marke auf 1:03,13 Minuten. In diesem Finale der Juniorinnen belegte die SVN-Schwimmerin Platz 9 und den Endlauf über 200m Lagen schloss sie mit Platz 10, wobei sie im Vorlauf eine persönlich Bestzeit von 2:24,90 geschwommen war. „Alles ist für Maike super gelaufen! Drei Strecken, drei Bestzeiten, der Vereinsrekord und jedes Mal im Finale geschwommen – dieses Ergebnis hätte nur noch eine Medaille toppen können“ lobte Trainer Ole Bedey.

Bemerkenswerte Wettkampfhärte bewies Joans Reinhold gegen starke Konkurrenten im Jahrgang 1998. Der Nienhäger startete in sechs Disziplinen und qualifizierte sich in den Vorläufen für vier Jahrgangsfinals der besten Zehn. Dort stellte er sein Leistungsvermögen eindrucksvoll unter Beweis und steigerte seine Ergebnisse durchweg deutlich. Der erste Höhepunkt gelang Jonas gleich zu Beginn der Meisterschaft mit einem neuen Bezirksrekord über 400m Freistil von 4:07,96 Minuten, was ihm in Berlin Platz 10 einbrachte. Auch im Endlauf über 200m Freistil schwamm der Siebzehnjährige eine neue Rekordzeit für den Bezirk Lüneburg und kam nach 1:55,43 auf Rang 9 seiner Alterskonkurrenz. Im Jahrgangsfinale über 400m Lagen erzielte Jonas mit Platz 6 in neuer persönlicher Bestzeit von 4:38,26 seine beste Platzierung. Auch über 200m Schmetterling schwamm der SVN-Leistungsträger im Finale und schlug mit persönlicher Bestleistung nach 2:09,32 Minuten am Beckenrand an. Starke Zeiten über 200m Lagen (2:13,29/Platz 12) und 100m Schmetterling (0:59,49/Platz 16) komplettierten das sehr gute Ergebnispaket des Nienhägers. „Die geschwommenen Zeiten und die mentale und körperliche Stabilität über fünf Wettkampftage sprechen klar für Jonas Leistungspotential.“ analysierte Trainer Bedey.

Benett Volkmann erzielte über 200 m Brust in der Konkurrenz des Jahrgangs 2000 mit einer Vorlaufzeit von 2:35,46 Minuten Platz 11und verpasste damit das Finale der besten Zehn denkbar knapp. Auf der Hundertmeterstrecke kam der Brustspezialist mit seiner Zeit von 1:12,43 auf Platz 24 dieser Wertungsgruppe.

Lea Nowatschin und Lea Exter stellten sich über 1500m Freistil ihren Alterskonkurrentinnen. Beide SVN-Schwimmerinnen absolvierten die 30 Bahnen  in neuer persönlicher Bestzeit. Lea Nowatschin kam in 19:09,68 auf Platz 21 des Jahrgangs 1999 und Lea Exter belegte im Jahrgang 2000 mit 18:44,48 Platz 13.

Dazu hatte Lea Exter unter den Fünfzehnjährigen auch die Qualifikationsnorm für 200m Schmetterling erreicht und kam hier mit 2:36,69 auf den 20. Platz.

Antonia Plachetzky erreichte über 50m Freistil im Jahrgang 2001 Platz 33 mit einer Zeit von 0:29,13 Minuten.